Müllenbach 2018

Plattschwätzer begeisterten in Müllenbach

Zu ihrem 23. Mundart-Nachmittag hatte die Mundart-Initiative im Kreis Cochem-Zell e.V. nach Müllenbach eingeladen.

Die sehr schöne und geräumige „Schieferlandhalle“ war von Gemeinde und vom „Verein zur Erhaltung der Schieferbergbaugeschichte e.V.“, der auch die Bewirtung übernommen hatte, bestens vorbereitet.

Schon ab 14 Uhr strömten die ersten Gäste in die Halle um sich bei Kaffee und Kuchen zu stärken. Als um 15 Uhr Vorsitzender Gerhard Schommers die Veranstaltung eröffnete und die Gäste begrüßte, war die Halle voll gefüllt.

Die Aktiven des Mundart-Nachmittags in Müllenbach

Der „Schieferverein Müllenbach“ überreichte unserem Verein eine Schiefertafel mit dem Müllenbacher Wappen als Gastgeschenk.

Als Vertreter der Gemeinde begrüßte Bürgermeister Andreas Klotz in bestem „Millebaacher Platt“ die Besucher die nicht nur aus der Eifel sondern auch vom Hunsrück und der Mosel nach Müllenbach gekommen waren.

Die Moderation des Nachmittags hatte in gekonnter Weise Hermann Schneider aus Kaifenheim übernommen.

Das Programm eröffnete Manfred Millen aus Altstrimmig mit seinem Vortrag „Dä schiene Stremmija Bersch“ gewürzt mit vielen ganz speziellen Ausdrücken vom Hunsrück. Ein Heimspiel hatte Jörg Fuhrmann mit seinem „Millebacher Soppedeppen“ überschriebenen Vortrag in dem er interessante Erlebnisse aus der Kinder- und Jugendzeit beschrieb. Die Mosel war mit Peter Stork aus Kaimt vertreten der „Aahle Ousdregg“ zum Besten gab.

Von der Mosel schloss sich Gerhard Schommers aus St.Aldegund an der „Ebbes iwwer die Musseler“, deren Herkunft und deren Eigenheiten berichtete. Josef Oster-Daum aus Binningen begeisterte mit seinen selbst verfassten Liedern unter dem Titel „En schöne Gruß vom Lewe“. Als Überraschungsgast kam Paul Klotz auf die Bühne um zu berichten, dass er während seiner Lehrzeit im Sauerland am gleichen Ort wohnende Eifeler jeden Sonntag besuchte um „Platt schwätze“ zu können um so das Heimweh nach der Eifel zu lindern.

Nach der Pause war Werner Blasweiler aus Mayen der richtige Mann um das Publikum wieder in Stimmung zu bringen. In seinem Vortrag beschrieb er meist kuriose Erlebnisse rund um den „Lauxmaaat en Maye“

Egon Feyen kam vom Valwiger Berg um „Steckelcher von freher“ zum Besten zu geben. Dem schloss sich Walter Becker aus Forst-Eifel an und beschrieb „Technik frehe und hout“. Zurück an die Mosel erzählte Oswald Gietzen aus St. Aldegund, aber geboren in Bremm, in bestem Bremmer Platt die Geschichte von den „Bremmer Knubbe.

Lachsalven erntete Dirk Regnier mit seinem Vortrag „Dä Hobby-Bäcka“ in dem er all die Schwierigkeiten beschrieb wenn ein Hausmann erstmals einen Kuchen backen  möchte.

Der Vorsitzende des „Schiefervereins“, Dieter Laux, trug das Gedicht einer ehemaligen Müllenbacher Lehrerin mit dem Titel „Millebaach, dou bess eh Jedicht“ vor und las die Geschichte vom „Koulemänntje“ mit dem Titel „Neijst verroden oss Jold“ vor. Der Nachmittag endete mit dem gemeinsam gesungen Lied von der „schönen Eifelländerin“.

Gerhard Schommers

Fotos: Schieferverein Müllenbach